Was Autonome gegen autonome Autos haben (sollten) (Teil 1)

Autonome Autos sind in der Öffentlichkeit die Killerapplikation für Automatisierung und Künstliche Intelligenz. Schon in wenigen Jahren, so heißt es, werden Autos keine Fahrer mehr brauchen, sondern vollkommen autonom – fahrerlos – fahren. Statt auf den Verkehr achten zu müssen, wird man während der Fahrt lesen können, kommunizieren, arbeiten, schlafen. Und weil die Roboterautos untereinander und mit den Ampeln und Schildern vernetzt sein werden, wird sich der gesamte Verkehrsfluss radikal selbst optimieren: Es wird keine Staus mehr geben, kaum noch Unfälle, dafür viel weniger Autos auf den Straßen und viel mehr Platz in den Städten.

Meine These:

Der noch unüberschaubare soziale Preis, der für die Verwirklichung dieser Utopie bezahlt werden muss, ist allerdings hoch. Vielleicht sogar zu hoch, die Utopie könnte sich als Dystopie entlarven. Denn autonome Autos sind vieles – nur kein Mittel zu mehr Autonomie.

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Automatisierung gestalten:
Damit aus dem Segen kein Fluch wird

Es wird das Paradies, sagen die Optimisten: Eine umfassende Automatisierung mittels lernfähiger künstlich-intelligenter Systeme wird die Menschheit von allen lästigen und monotonen Arbeiten befreien. Alles wird effizienter, wir werden im Überfluss leben. Und gesünder. Und sicherer. All unsere Wünsche werden erfüllt werden (noch bevor wir sie äußern). Und eine Superintelligenz wird alle unsere Probleme im Nu für uns lösen.

Es wird die Hölle, sagen die Pessimisten: Jeder zweite Job wird binnen zweier Jahrzehnte an Computer und Roboter verloren gehen, Millionen Menschen werden ihre Arbeitsplätze verlieren. Alles wird überwacht werden, jedes Verhalten für ewig gespeichert. Hacker werden zentrale Systeme lahmlegen, Kampfdrohnen töten. Und eine Superintelligenz wird irgendwann die Menschheit achtlos zertreten wie Menschen Ameisen heute.

Ob die Optimisten oder die Pessimisten Recht haben werden, liegt in unserer Hand. Wie die Zukunft wird, hängt davon ab, wie wir sie gestalten, heute und morgen.

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